LG Nürnberg-Fürth, Urteil vom 11.03.2016 (Az.: 10 O 6955/15)
Schadensersatzanspruch der MLR-Anleger gegen die Fondsinitiatoren

Die Vertragsbeziehungen der MLR mit der LMVO GmbH und somit der Einfluss der Frau Marion Klein auf die MLR seien im Prospekt nur unzureichend dargestellt – so das LG Nürnberg-Fürth in seinem Urteil. Durch die Nichtoffenlegung der weiteren Verträge zwischen der MLR und der LMVO GmbH, durch die teils für den Fondskonzept essenzielle Aufgaben an die LMVO GmbH übertragen wurden, war es für die Anleger nicht erkennbar, dass die Fondsgesellschaft faktisch von Frau Marion Klein und Herrn Peter Klein gesteuert wurde.

Das LG Nürnberg-Fürth verurteilte Frau Marion Klein als Gründungskommanditistin auf Schadensersatz aus Prospekthaftung im weiteren Sinne. Daneben haftet der Ehemann der Frau Marion Klein, Herr Peter Klein als faktischer Geschäftsführer der MLR auf Schadensersatz wegen vorsätzlicher sittenwidriger Schädigung. Nach den Gesamtumständen bestand für das LG Nürnberg-Fürth kein Zweifel an einer vorsätzlichen Handlungsweise des Herrn Peter Klein.

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