Alpha Patentfonds

Der erste Alpha Patentfonds wurde im Jahre 2006 aufgelegt, im Jahre 2007 und 2008 jeweils der zweite und der dritte Alpha Patenfonds. Eine Erfolgsgeschichte ist keiner der Fonds, vielmehr das Gegenteil. Die Beteiligung erscheint nicht plausibel, reale Vermögenswerte werden nicht geschaffen.

Der jeweilige Prospekt der Alpha Patentfonds ist nicht schlüssig. Der Fonds selbst erwirbt keine Patente sondern Genussrechte an einer Portfoliogesellschaft. Diese Portfoliogesellschaft wiederum erwirbt ebenfalls keine Patente, auch wenn der jeweilige Prospekt aufgrund der Gesamtschau zunächst genau diesen Eindruck vermittelt. Erst bei genauester Durchsicht und Durcharbeitung des Prospekts wird deutlich, dass die Portfoliogesellschaft nichts anderes als eine „Maklerin für Patentverkäufe“ ist.

Das eingesammelte Kommanditkapital fließt – nach Abzug der Kosten der Fondskonzeption – an die Portfoliogesellschaft und von dort weiter an die Alpha Gasser Patentverwertungs KG und an Unternehmen der Steinbeis Gruppe. Was in den Prospekten weitschweifig als mehrstufiger „Selektions-, Bewertungs- und Verwertungsprozess“ beschrieben wird, ist verkürzt ausgedrückt nichts anderes als das Auffinden von möglichen Patentverkäufern und Patentkäufern mit den dazugehörigen Patenten. Diese Tätigkeit lassen sich diese Gesellschaften gut bezahlen, so erhalten sie beim Alpha Patentfonds 1 für die „Voranalyse“ 2,5 Mio. €, für die „Zwischenauswahl“ 5 Mio. €, für die Endauswahl 10 Mio. € um mögliche Patente und deren Inhaber ausfindig zu machen die für einen Patentverkauf in Frage kommen. Ist ein Patentverkäufer gefunden, so erhalten sie für die Verhandlung der Verwertungsverträge (Maklerverträge) 1,25 Mio. € und für die „Verwertung“ also das Auffinden eines Käufers 13 Mio. €. Die angegebenen Zahlen errechnen sich unter der Annahme, dass die im Prospekt jeweils angenommene Anzahl von Patenten für die einzelnen Abschnitte auch beurteilt und „verwertet“ wird.

Nach Ansicht von Witt Rechtsanwälte ist sind die Beteiligungen an dem Alpha Patentfonds 1, Alpha Patentfonds 2 und dem Alpha Patentfonds 3 nicht plausibel, da die Erfolgsprognose nicht nachvollziehbar ist und der Leser den falschen Eindruck gewinnt, die Portfoliogesellschaft würde selbst Patente erwerben und weiter verkaufen, also reelle Vermögenswerte würden geschaffen. Auch ein Vermittler musste im Rahmen der Plausibilitätsprüfung diese Schwächen der Anlage erkennen.

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