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Innova zweite Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. KG i.L. und MLR-Fonds – Anleger wehren sich!

Anleger, die in die Leasingsfonds Innova oder MLR oder MLR 2 investiert haben, erleben eine Hiobsbotschaft nach der anderen. Nicht nur mussten sie von der Liquidation der Gesellschaften erfahren, weil die BaFin der persönlich haftenden Gesellschafterin die Erlaubnis, Dienstleistungen im Bereich des Finanzierungsleasings zu erbringen, entzogen hat, sie wurden auch teilweise im Rahmen der strafrechtlichen Ermittlungen befragt, die gegen maßgebliche Initiatoren der MLR-Fonds laufen. Doch damit nicht genug: Nunmehr geht der extern eingesetzte Liquidator gegen diejenigen Anleger vor, die Ratenzahlungsverträge abgeschlossen und aufgrund der Vorkommnisse in den Fonds ihre Einzahlungen gestoppt haben. Den Anlegern wurden und werden Mahnbescheide und Klagen zugestellt, auf welche sie umgehend reagieren müssen. Wir vertreten zahlreiche dieser Anleger, die sich nach unserer Prüfung gegen die geltend gemachten Ansprüche mit sehr guten Argumenten wehren können und auch sollten. Entsprechende Schriftsätze wurden unsererseits bereits an die Gerichte in den laufenden Verfahren versendet. Wir können nur jedem in Anspruch genommenen Anleger dazu raten, sich umgehend Rechtsrat einzuholen und sich nicht ungeprüft zu einer Zahlung einschüchtern zu lassen.

Klageerfolg gegen die Innova² - Einlagenforderung gegen Anleger wurde vollständig zurückgewiesen

In der Welle von Klagen bzw. Mahnbescheiden der Fonds Innova² (Innova² zweite Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. KG i.L.), MLR (MLR Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. KG i.L.) und MLR 2 (MLR Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. 2. KG i.L.) aus diesem Jahr wurde in dem bundesweit ersten Urteil hierzu die Forderung der Fondsgesellschaft Innova² gegen einen Anleger zurückgewiesen. In den diversen laufenden parallelen Verfahren machen die drei Fondsgesellschaften – immer in der Person des von der BaFin eingesetzten Abwicklers Robert Kramer – derzeit Ansprüche gegen die Anleger auf vermeintlich rückständige Einlagenraten geltend. Es handelt sich hierbei um jeweils von einem Treuhänder gehaltene Fondsbeteiligungen der Anleger, die über Ratenzahlungsverträge zustande kamen. Die drei Fondsgesellschaften sind parallel konzipiert und weisen in ihren Verträgen nahezu identische Wortlaute auf.
Rechtsanwältin Katja Spenneberg aus der Kanzlei Witt Rechtsanwälte PartG konnte nun gleich in dem ersten hierzu ergangenen Urteil einen Erfolg für ihren Mandanten verzeichnen, da das entscheidende Landgericht vollständig ihren Argumenten folgte und sowohl die Zahlungsansprüche der Innova² gegen den Anleger als auch den hilfsweise gestellten Antrag auf Einstellung der vermeintlich ausstehenden Summe als Negativposten in ein Auseinandersetzungsguthaben abwies.
Dieses Urteil, so hofft Rechtsanwältin Spenneberg, wird Signalwirkung auf die weiteren anstehenden Entscheidungen anderer Gerichte haben und auch hoffentlich dazu führen, dass der Liquidator zukünftig gegenüber den Anlegern nicht mehr behauptet, die ausstehenden Raten seien der Fondsgesellschaft geschuldet. Anleger, die sich derzeit gegen die Ansprüche dieser Fondsgesellschaften wehren, können nunmehr erst recht auf einen für sie positiven Ausgang der Verfahren hoffen.