MPC Deepsea Oil Explorer GmbH & Co. KG

Verjährung von Ansprüchen droht zum Jahresende

Für Anleger, die sich am geschlossenen Fonds MPC Deepsea Oil Explorer GmbH & Co. KG beteiligt haben, gab es in den letzten Jahren durchweg beunruhigende Nachrichten. Die Herstellung und Ablieferung der hochseetauglichen Ölbohrplattform hatte sich immer weiter verzögert, so dass auch die geplanten und prospektierten Ausschüttungen bislang ausgeblieben sind. Mittlerweile werden die ersten Ausschüttungen für das Jahr 2019 angekündigt; ob diese tatsächlich erfolgen werden, ist derzeit allerdings völlig offen.
Schlimmer noch als die Tatsache, dass die geplanten Ausschüttungen bislang nicht gezahlt werden, wiegt es aber, dass die angelegten Gelder, also die Beteiligungssummen selbst in Gefahr sind. Es besteht nämlich weiterhin das Risiko, dass die Anleger am Ende nur einen Teil der eingezahlten zurück erhalten werden.
Witt Rechtsanwälte PartG vertreten bereits zahlreiche Anleger, die den Fonds MPC Deepsea Oil Explorer GmbH & Co. KG ebenfalls gezeichnet haben. Diese Beteiligung wurde in den Jahren 2008 und 2009 vermehrt durch Banken und insbesondere Sparkassen ihren Kunden angeraten. Dabei hat sich auch die Sparkasse KölnBonn besonders hervorgetan, die diesen Fonds in einigen uns bekannten Fällen als lukrative und sichere Form der Altersvorsorge und Geldanlage ihren Kunden angepriesen hat. Die eigentlichen Prospekte wurden häufig nicht oder erst nach der Zeichnung übergeben, über Risiken wurde nicht wirklich gesprochen.
In diesem Zusammenhang wurde im letzten Jahr bereits ein Urteil für einen Mandanten von Witt Rechtsanwälte PartG vor dem Landgericht Köln (Urteil vom 08.11.2012, Az.: 30 O 101/12) gegen die Sparkasse KölnBonn erstritten. In diesem mittlerweile rechtskräftigen Urteil wurde die Sparkasse KölnBonn aufgrund fehlerhafter und unzureichender Beratung zur vollständigen Rückabwicklung der Beteiligung des betroffenen Anlegers am MPC Deepsea Oil Explorer GmbH & Co. KG verurteilt.
Aber auch andere Banken und Sparkassen haben diese Beteiligung ihren Kunden vermittelt. Für ebenfalls betroffene Anleger könnte die Zeit zum Handeln allerdings drängen. Denn bereits im Jahr 2010 gab es erste Schwierigkeiten und Verzögerungen mit dem Zielobjekt des Fonds, dedr Ölbohrplattform. Da die regelmäßige Verjährung drei Jahre vom Zeitpunkt der Kenntnis an beträgt und diese am jeweiligen Jahresende abläuft, könnten diese möglichen Schadensersatzansprüche betroffener Anleger zum Ende des Jahres 2013 möglicherweise verjähren. Daher wird Betroffenen angeraten, umgehend tätig zu werden und den Rat eines auf das Kapitalanlagerecht spezialisierten Rechtsanwaltes zu suchen.