Proven Oil Canada – Prospektfehler durch mehrere Urteile bestätigt

Das Landgericht Berlin hat in den letzten Monaten in zahlreichen von Witt Rechtsanwälte geführten Verfahren festgestellt, dass mehrere Prospekte der POC Gruppe fehlerhaft sind. Diese wegweisenden Urteile des Landgerichts Berlin sind die bundesweit ersten erfolgreichen Klagen gegen Gründungsgesellschafter der POC Fonds gewesen. Die jeweiligen Gründungsgesellschafter wurden zur Leistung von Schadensersatz an die von Witt Rechtsanwälte vertretenen Mandanten verurteilt.

Die Prospekte klären die Anleger nach Ansicht des Landgerichts Berlin nicht hinreichend über die personellen und kapitalmäßigen Verflechtungen zwischen Frau Monika Galba und der kanadischen Muttergesellschaft der Fondsgruppe, der Conserve Oil Corporation (COC), auf. Der Prospekt muss dem Anleger nach der ständigen Rechtsprechung des BGH ein richtiges und vollständiges Bild über das Beteiligungsobjekt vermitteln. Insbesondere sind im Prospekt die personellen und kapitalmäßigen Verflechtungen der Initiatoren, beherrschenden Gesellschaften und Gründungsgesellschafter darzustellen, um sich daraus ergebende mögliche Interessenskonflikte aufzuzeigen. Diesen Anforderungen genügen die Prospekte der POC Fondsgesellschaften nach Auffassung des Landgerichts Berlin nicht.

Die Recherche der Witt Rechtsanwälte hat ergeben, dass Frau Galba spätestens seit Januar 2012 nicht nur eine beherrschende Position betreffend die deutsche Seite des Geschäftskonzepts innehatte, sondern zugleich an der kanadischen Muttergesellschaft, der COC, beteiligt war. Dies wurde den Anlegern in den Prospekten nicht offengelegt. Der Hinweis auf die Beteiligung von Frau Galba an der COC war jedoch nach Ansicht des Landgerichts Berlin notwendig, da die COC nach dem jeweiligen Prospekt eine entscheidende Rolle für den Erfolg des Vorhabens spielte. Der Einfluss der COC reicht von der Konzeption und Vertrieb der Beteiligungen bis hin zur konkreten Ausgestaltung der Durchführung der geplanten Vorhaben. Auch ist die COC alleinige Gesellschafterin des General Partners der kanadischen Objektgesellschaften, in die die jeweilige Fondsgesellschaft investierte.

Frau Monika Galba lenkte somit nicht nur die Geschicke der POC-Fondsgesellschaften, sondern war zugleich spätestens ab Januar 2012 an einem Unternehmen beteiligt, welches die Geschicke der Zielgesellschaft des Fonds beeinflusst. Die Nichtaufklärung über diese Interessenskollision stellt einen Prospektfehler dar. Das Landgericht Berlin hat bislang den Prospektfehler bei POC Growth 2. GmbH & Co. KG, POC Natural 1 Gas GmbH & Co. KG, POC Growth 3. Plus GmbH & Co. KG sowie POC Growth 4. GmbH & Co. KG ausdrücklich bestätigt. Die Urteile sind noch nicht rechtskräftig. Witt Rechtsanwälte gehen davon aus, dass möglicherweise sämtliche POC-Emissionsprospekte fehlerhaft sind, jedenfalls soweit die Beteiligung an dem Fonds im Jahre 2012 oder später erfolgte.

Für die Anleger eröffnen die Prospektfehler die Möglichkeit der Rückerstattung der investierten Anlagesumme. Auch vor den Regressansprüchen der Fondsgesellschaften im Hinblick auf die erhaltenen Ausschüttungen, werden die Anleger durch die Urteile geschützt.

Witt Rechtsanwälte vertreten bereits eine sehr große Anzahl der Geschädigten der POC Fonds. Wenn Sie auch als Anleger betroffen sind, wenden Sie sich gerne direkt an Frau Rechtsanwältin Anna Zajac von Witt Rechtsanwälte. Wir stehen Ihnen gerne unter der Telefonnummer 030-2844985-13 für ein kostenloses Informationsgespräch zur Verfügung.

Aufgrund von zahlreichen Anfragen von anderen Anlegerschutzkanzleien, die nach dem von uns erstrittenen Urteil gefragt haben, haben wir uns nun entschlossen, zum Wohle der Anleger eins der Urteile für alle zugänglich zu machen.