Staatsanleihen (Inhaberschuldverschreibungen)

1.Griechenland

Aktuell sind Anleger griechischer Staatsanleihen von dem Schuldenschnitt betroffen. Anlegern empfehlen wir, nicht voreilig zu handeln. Die rechtlichen Aussichten beurteilen wir als sehr schwierig, gegen den "Zwangsumtausch" rechtlich erfolgreich vorgehen zu können.

2. Argentinien

Lange Jahre wurden Anleger mit hohen Zinsen in Argentinische Staatsanleihen gelockt, bis die böse Überraschung im Jahre 2001 alle ereilte: Argentinien verweigerte die Rückzahlung. Die Anleger sollen nun, nachdem sich längst eine wirtschaftliche Erholung in Argentinien eingestellt hat, durch unzureichende Umtauschangebote zum Teilverzicht auf ihre Forderungen bewegt werden.

Einige Anleger haben bereits in Gerichtsverfahren Urteile gegen die Republik Argentinien erstritten, in denen ihnen der gesamte ursprüngliche Anlagebetrag nebst Zinsen zugesprochen wurde. Sind die Forderungen nicht verjährt, können die Prozesse bei fachgerechter Vorbereitung nach dem derzeitigen Stand der Rechtsprechung nicht verloren werden. Beispielhaft sei verwiesen auf

OLG Frankfurt, Beschluss vom 30.04.2009, Az.: 8 U 363/08

Die Entscheidung ist rechtkräftig und wurde von Rechtsanwalt Hans Witt erstritten. Das OLG Frankfurt, Entscheidung vom 09.08.2007, Az.: 26 W 37/07, hatte bereits entschieden, dass Vollstreckungen in Deutschland gegen Argentinien zulässig sind. Wird ein Urteil erstritten, kann dieses 30 Jahre lang genutzt werden, um über Zwangsvollstreckungen sein Geld zu erlangen.

Ein Abwarten kann vor allem deswegen gefährlich sein, da eine Verjährung der Ansprüche droht. Wir prüfen daher für unsere Mandanten, wann Verjährung eintritt, um rechtzeitig notwendige Schritte zu ergreifen.